Mittwoch, 24 Juli 2019
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Wigginsia vorwerkiana

Nachdem das neueste Heft von Internoto ganz im Zeichen der Wigginsien stand, möchte ich hier auf eine sehr schöne Veröffentlichung von Jaroslav Vich in kaktusy 2018 special 2 hinweisen. Hier berichtet er über seine Suche nach W. vorwerkiana in Kolumbien. Das Heft ist mit herrlichen Bildern und einer Fülle von Informationen versehen und in deutsch geschrieben. Jaroslav Vich hat diese Wigginsia an mehreren Standorten um Bogota herum gefunden und berichtet über deren Ökologie. Leider aber sind alle diese Standorte gefährdet. Er gibt überzeugende Argumente, warum es sich nicht um eine eingeschleppte Art handeln kann und warum es sich um eine gute, eigenständige Art handelt. Man kann das Heft von verschiedenen Lieferanten erwerben, ich habe meines von der Gesellschaft Österreichischer Kakteenfreunde (GÖK) über das Internet bestellt. Preiswert und schnell. Haben Sie denn schon mal eine Wigginsia zusammen mt einer Mammillaria oder an einem anderen Standort zusammen mit einem Melocactus wachsen sehen? Atemberaubend! Eine wirklich lesens- und sehenswerte Lektüre über die Feiertage!

Wolf-Rainer

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Zum Tode von Werner Uebelmann

Mit Werner Uebelmann ist am 1. März 2014 einer der Großen der brasilianischen Kakteen gestorben. Seine Zusammenarbeit mit Leopoldo Horst in Brasilien hat Tausende brasilianischer Kakteen nach Europa gebracht und Dutzende neuer Arten in die Kultur eingeführt. Hinzu kommt, dass A. F. H. Buining viele dieser Kakteen beschrieben hat. In diese Zeit fällt auch noch die Aktivität von Friedrich Ritter, der ebenfalls viele neuen Arten entdeckt, längst verschollene Arten wiedergefunden und schließlich u. a. in seinem Werk "Kakteen in Südamerika" beschrieben hat. Wahrscheinlich sind die meisten der so gefundenen Kakteen mit HU-Nummer noch immer in Kultur, aber man muss leider auch sagen, dass einige am Standort  und auch bei uns in Kultur verschwunden sind. Dies gilt sicher für die brasilianischen Kakteen allgemein, aber auch für die Notokakteen. Werner Uebelmann hat sich daher im Alter sehr für die Erforschung und den Erhalt der brasilianischen Kakteen eingesetzt. Diese Unterstützung und auch Förderung erstreckte sich auch auf die Notokakteen und den Verein Internoto. Mit dem Namen Uebelmann werden nicht nur die Gattung Uebelmannia, sondern auch der Notocactus uebelmannianus, der auch nach seiner Umkombination in die Gattung Parodia als Parodia werneri noch den Namen Werner Uebelmanns erhalten hat. Ich bin sicher, dass die Notokakteen-Liebhaber die zahlreichen HU-Pflanzen, die sich noch immer in den Sammlungen befinden, hegen und sorgfältig vermehren werden und damit auch ein Vermächtnis von Werner Uebelmann erfüllen werden.

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