| INTERNOTO Tipps zur Saison |
Stand: Oktober 2011 |
Tipps zur Herbst- und Wintersaison 2011 / 2012
Unsere Kakteen sind spätestens nach dem ersten Bodenfrost am 14. Oktober im Winterquartier eingeräumt, soweit nicht ein Gewächshaus vorhanden ist. Viele Notokakteen hatten 2011 Probleme mit dem mitteleuropäischen Schaukelwetter, andere, wie N. herteri, N. horstii und N. Scopa haben das als Kick für zusätzliche Blüten empfunden. Mitte Oktober ist sogar noch ein N. schumannianus zu verzeichnen (s. Bilder unten). Jedes Jahr dann auch das Problem, dass es doch übers Jahr wieder mehr und dickere Pflanzen und Töpfe geworden sind und der Platz vorne und hinten nicht reicht. Auch in der Vegetationspause sollen unsere Lieblinge ja nicht irgendwo stehen, sondern am richtigen Platz mit möglichst viel Licht bei Temperaturen um die plus 10 Grad C.
Jetzt ist es auch an der Zeit unsere Notokakteen wieder einmal ganz genau anzuschauen. Auffällige Pflanzen entnehmen wir sofort: Schwarze Flecken, Spinnmilben, vielleicht sogar Nagestellen - all das gehört nicht zu den gesunden Notos - sondern zur Pflegeabteilung oder schlimmstenfalls in den Müll (keinesfalls Kompost!). Verkorkungen, insbesondere bei jüngeren Pflanzen, können auf Bodenprobleme hinweisen. Manch einer ist versucht, mit Chemie zu hantieren, aber VORSICHT! Zum einen ist manch ansonsten verträgliches Mittel in der Vegetationspause der schleichende Tod, zum anderen können Inhaltsstoffe wie Dünger wirken, und das Wachstum wollen wir bestimmt nicht zur falschen Zeit ankurbeln. Des weiteren hat derartige Chemie im häuslichen Bereich absolut nichts zu suchen, wir wollen doch uns selbst, unsere Familie und unsere Haustiere nicht schleichend vergiften. Bei Spinnmilbenbefall hilft oft ein gründliches Absprühen mit lauwarmem Wasser (eventuell mit einem Tropfen reinem Zedernholzöl oder reinem Minzöl je ½ Liter). Die Erde dabei mit einem Kragen (Papier, Lappen) abdecken, Kontrolle und eventuell Wiederholung der Prozedur nach 8 bis 10 Tagen ist notwendig.
Kommen wir nun zur Frage aller Fragen: Gießen wir im Winter unsere Notokakteen? Einigen Notos macht es sicher nur wenig aus, wenn sie im Winter ganz trocken stehen, sie bilden im Frühjahr wieder neue Feinwurzeln. Insbesondere für Vertreter aus der Gruppe der Mammulosii und für N. buiningii ist das aber ein Todesurteil: Sie treiben nach einer längeren Winterdürre, wenn überhaupt, nur noch schwächlich aus. Blüten kann man danach sowieso vergessen. Eine geringe Bodenrestfeuchte sollte darum bei Notos immer vorhanden sein, wofür wir mit wohldosiertem Nachschub alle paar Wochen sorgen - möglichst sauberes und zimmerwarmes Regenwasser und zu dieser Jahreszeit natürlich ohne Dünger und ohne Chemie. Die Gruppe um N. scopa verträgt sogar etwas mehr.
Freuen wir uns auf das Frühjahr, wenn die Knospen sichtbar werden. Wer Zeit und Aufwand nicht scheut sollte mal überlegen, ob er nicht selbst mal die Aufzucht aus Samen probiert. Eine breite Auswahl bietet unsere Samenliste - einfach mal anfordern!
Bis zum nächsten Tipp
Ihre INTERNOTO Berater
Bilder aus dem Herbst 2011

N. schumannianus am 14. Oktober. (we)

N. herteri var. muglianus Ende September (we)

N. horstii var. purpureus Mitte September. (we)
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